Trittsiegel
Aktuelles aus dem Verband
Bund Bayerischer Jagdaufseher setzt auf Zusammenarbeit und fachlichen Dialog
Vom 17. bis 19. Juli fand auf Schloss Hirschberg bei Beilngries das diesjährige Jahrestreffen des Bund Bayerischer Jagdaufseher e. V. (BBJa) statt. 117 Mitglieder aus ganz Bayern nutzten das Wochenende zum intensiven fachlichen Austausch, zur Diskussion aktueller jagdpolitischer Themen und zur Pflege der jagdlichen Gemeinschaft.
Den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung eröffnete am Sonntag der Vorsitzende des BBJa, Alexander Graf von Gneisenau. Zahlreiche Ehrengäste, darunter der Leiter der obersten Jagdbehörde, Jochen Dieler, unterstrichen mit ihrer Teilnahme die Bedeutung der Jagdaufseher für die praktische Umsetzung jagdlicher Aufgaben in Bayern.
In ihren persönlichen Grußworten betonten der stellvertretende Bayerische Ministerpräsident und Staatsminister Hubert Aiwanger, der Präsident des Landesjagdverbandes Bayern, Hubert Stärker, der Vorsitzende der Bayerischen Berufsjäger, Max Keler, sowie der Vorsitzende der Sektion Bayern des Deutschen Falkenordens, Michael Mickisch, die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der jagdlichen Verbände.
Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen wurde eines deutlich: Die Zukunft der Jagd kann nur gemeinsam gestaltet werden. Der neue Schulterschluss der Verbände ist richtungsweisend für die Jagd in Bayern und setzte ein wichtiges Signal, für Dialog und gemeinsame Verantwortung.
Im anschließenden internen Teil der Mitgliederversammlung standen organisatorische Themen und zukunftsweisende Aktivitäten des BBJa im Mittelpunkt. Hubert Stärker nutzte die Gelegenheit, um den Gestaltungswillen und die Energie der Teilnehmenden persönlich zu erleben. Seine Anwesenheit wurde von den Mitgliedern positiv wahrgenommen – nur so entstehen Verständnis und gegenseitiger Respekt, ohne dass man in Fachfragen einer Meinung sein muss.
Die Mitgliederversammlung wurde von den Bläsern des BBJa in würdigem Rahmen gesetzt. Alexander Graf von Gneisenau wurde von Hubert Stärker mit dem Eichenkranz in Bronze vom BJV für seine Verdienste geehrt. Für ihre Verdienste im Bund Bayerischer Jagdaufseher wurden in diesem Jahr Ursula Alma Fecher mit der Ehrennadel in Bronze, sowie Boris Segmüller, Norbert R. Heinz und Peter Legler mit der Ehrennadel in Silber geehrt.
Im Fokus der Aktivitäten für 2027 steht die Novelierung der Aus- und Weiterbildung mit Prüfung zum Jagdaufseher. Die anwesenden Mitglieder der Versammlung stimmten dem Antrag einer Erhöhung des Mitgliedsbeitrags auf 60 € ab dem 1.1.2027 zu.
Ebenso standen Wahlen auf der Tagesordnung. Rita Gebert wurde zur neuen Schriftführerin gewählt und Tobias Holten übernimmt künftig das Amt des zweiten Kassenprüfers. Beide nahmen die Wahl an und werden die Vorstandsarbeit des BBJa somit verstärken.
Der Vortag stand ganz im Zeichen der fachlichen Weiterbildung. Hochkarätige Vorträge von Prof. Markus Moling (Universität Brixen und BOKU Wien) zur Jagdethik sowie von Dr. André Maslo und Revierjagdmeister Christian Hembes zum Rebhuhn – Vogel des Jahres 2026 – boten den Teilnehmern interessante Einblicke in aktuelle Themenfelder der Jagd. Gäste des BJV, aus dem Präsidium und den Kreisverbänden, bereicherten den anschließenden Gedankenaustausch mit zusätzlichen Aspekten.
Die Beiträge zeigten einmal mehr, dass die moderne Jagd weit über die reine Wildbewirtschaftung hinausgeht und eine große Verantwortung für Lebensräume, Artenvielfalt und nachhaltiges Wildtiermanagement trägt. Der BBJa setzt sich auch weiterhin dafür ein, die Interessen der bayerischen Jagdaufseher zu vertreten, Praxiswissen weiterzugeben und gemeinsam mit den Partnern aus dem jagdlichen Bereich aktiv Verantwortung für die Zukunft der Jagd zu übernehmen.
Das Jahrestreffen auf Schloss Hirschberg hat eindrucksvoll gezeigt, welchen hohen Stellenwert fachlicher Austausch und persönliche Begegnungen haben.
Nach seiner Wahl zum Justiziar des Bayerischen Jagdverbandes hat Boris Segmüller sein Amt beim BBJa niedergelegt. Der Vorstand hat sich heute Abend intensiv mit der Nachfolge beschäftigt und ist – auf Empfehlung von Boris und nach einem sehr guten Gespräch – einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, Alexander Scholl ab sofort zum neuen Justiziar des BBJa zu berufen.
Unser herzlicher Dank gilt Boris Segmüller für seine tatkräftige und verlässliche Unterstützung in den vergangenen Jahren. Umso mehr freut es uns, dass er uns weiterhin als Referent für die Aus- und Fortbildung erhalten bleibt.
Wir heißen Alexander Scholl herzlich willkommen und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Jagdrecht
Jagdpraxis
Die Beprobung erfolgt im Rahmen des ASP-Monitorings, wobei die Anzahl der Proben von Landkreis zu Landkreis stark variiert.
Bereits im Jahr 2024 hat der Bund Bayerischer Jagdaufseher auf die Gefährlichkeit des Virus für unsere Jagdhunde hingewiesen und eine Aktion zur flächendeckenden Beprobung ins Leben gerufen.
Statistisch sind 70 Proben pro Landkreis erforderlich, um eine sichere landkreisweite Aussage zur Verbreitung des Visrus treffen zu können.
Das FLI hat ein Merkblatt für Tierärzte und Jäger veröffentlicht, das die Sachverhalte anschaulich darstellt und in der Diskussion mit Jägern, Behörden und der Öffentlichkeit genutzt werden kann.
Informationen aus den Jagdverbänden
Tipps & Tricks von Mitgliedern für Mitglieder

