Trittsiegel
Aktuelles aus dem Verband
Liebe Mitglieder und Freunde des Bund Bayerischer Jagdaufseher,
zum Osterfest senden wir euch herzliche Grüße und die besten Wünsche für erholsame und friedvolle Tage im Kreis eurer Familien und Gemeinschaften.
Ostern steht für Neubeginn und Achtsamkeit. Gerade jetzt, kurz vor Beginn der Jagdsaison, erinnert uns das an unsere besondere Verantwortung gegenüber der Natur und dem Wild. Insbesondere das Rehwild braucht unsere Aufmerksamkeit: Mit Umsicht, fachlicher Sorgfalt und Respekt für Lebensräume und Tierwohl wollen wir Hege, Schutz und Bejagung in Einklang bringen.
Wir danken euch für euren Einsatz, eure Erfahrung und euer Engagement. Lasst uns weiterhin Wissen teilen, verantwortungsbewusst handeln und die Schöpfung bewahren, die uns anvertraut ist.
Wir wünschen euch ein friedliches Osterfest, erholsame Tage und einen guten Start in die Jagdsaison.
Waidmannsheil
im Namen des gesamten Vorstands
Alexander Graf von Gneisenau
Am Samstag, den 21. März 2026, trafen sich knapp 30 Mitglieder des Bezirks Oberbayern des Bund Bayerischer Jagdaufseher im stimmungsvollen Gasthof Weingast in Bad Feilnbach zu unserer jährlichen Mitgliederversammlung. Die von Peter Legler und seinem Team sorgfältig vorbereitete Veranstaltung bot in dem wunderschönen bayerischen Ambiente nicht nur großzügige Räumlichkeiten, sondern auch ein hervorragendes Essen – ein rundum gelungener Rahmen für einen intensiven und zugleich angenehmen Austausch.
Peter Legler zog eine Bilanz der vergangenen zwölf Monate, berichtete von neuen Initiativen auf Bezirks- und Verbandsebene und gab einen motivierenden Ausblick auf die kommenden Aufgaben. Besonders erfreulich war der rege Austausch unter den Anwesenden, der zeigte, wie engagiert und interessiert unsere Mitglieder die Arbeit des Bezirks begleiten.
Ein besonderer Höhepunkt des Tages war die Wahl des Bezirksvorsitzenden und seiner beiden Stellvertreter, die von unserem Gast Hans‑Jürgen Rosar (2. Vorsitzender des BBJa) aus Hof geleitet wurde. Peter Legler, Fred Rauscher und Wolfgang Csacsko stellten sich erneut zur Wahl und wurden mit nur einer Enthaltung für die nächsten vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt – ein Vertrauensbeweis, der dem Team Rückenwind für die kommenden Aufgaben gibt.
Bereits vor der Versammlung fand in Zusammenarbeit mit der Johanniter‑Unfall‑Hilfe die erste Fortbildung „Erste Hilfe für Jäger“ statt. Sieben Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihre Kenntnisse aufzufrischen; die Veranstaltung war ein voller Erfolg, und Peter plant eine weitere Schulung in der zweiten Jahreshälfte. Solche praxisnahen Angebote sind ein wichtiger Baustein unserer Arbeit und tragen maßgeblich zur Sicherheit und Professionalität in unserem Kreis bei, und ermöglicht es uns auch unsere Vorbildfunktion zu leben. Parallel zur Fortbildung tagte der geschäftsführende Vorstand des BBJa in einem Nebenraum; aufgrund kurzfristiger Termine und Krankheit fand ein Teil der Teilnahme hybrid per Videokonferenz statt, sodass trotz der Widrigkeiten ein konstruktiver Austausch möglich war.
Abschließend möchten wir noch einmal auf ein organisatorisch wichtiges Thema hinweisen: die Aktualität unserer Mitgliederdaten. Bei der Vorbereitung und Durchführung der Versammlung haben wir wiederholt festgestellt, wie sehr unvollständige oder veraltete Angaben die Organisation erschweren. Bitte überprüft daher in der App eure Handy‑Nummer, E‑Mail‑Adresse, BJV‑Mitgliedsnummer und das aktuelle SEPA‑Lastschriftmandat und ergänzt fehlende Informationen. Nur so können Einladungen, Informationen und organisatorische Abläufe künftig reibungslos funktionieren. Solltet Ihr nicht sicher sein wie Ihr das macht, könnt ihr auch gerne eine Email mit den Daten an „mitgliederverwaltung@bbja.de“ schicken, dann können wir die Daten entsprechend korrigieren bzw. in die Mitgliederdatenbank einpflegen.
Alles in allem war es ein besonderer und erfolgreicher Tag für den Bezirk Oberbayern – geprägt von guter Stimmung, konstruktiven Gesprächen und dem gemeinsamen Willen, die Arbeit vor Ort weiter voranzubringen. Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen beigetragen haben.
Alexander Graf v. Gneisenau
1. Vorsitzender
Viele von uns kennen Dr. Hans Bösebeck — er war lange als Referent für Aus- und Fortbildung ein fester Bestandteil der Erweiterten Vereinsleitung im BBJa. Umso schwerer fällt uns, dass Hans, wie er bereits vor einigen Monaten intern angekündigt hat, aus Altersgründen sein Amt niedergelegt und den Staffelstab des Aus‑ und Fortbildungsleiters auf der Mitgliederversammlung in Scheyern an Boris Segmüller übergeben hat.
Wir freuen uns sehr, dass Hans uns weiterhin mit seinen Ratschlägen und als Mitglied erhalten bleibt. Boris wird künftig die Belange für Aus‑ und Fortbildung zentral im Verband koordinieren und weiterentwickeln — dafür wünschen wir ihm viel Erfolg und eine glückliche Hand.
Wir gratulieren Hans herzlich zu seiner Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen mit Rubin für sein Lebenswerk im BBJa und danken ihm von Herzen. Für Boris bitten wir um Gottes Segen auf seinem neuen Weg.
Der BBJa hat im Vorfeld der Strategiesitzung eine erste Umfrage unter seinen Mitgliedern per E‑Mail durchgeführt. Die Resonanz war enorm — sowohl bei der Anzahl der Teilnehmenden als auch bei der Qualität der freien Antworten. Insgesamt haben 262 Mitglieder auf die Umfrage geantwortet.
Bemerkenswert zeigte sich, dass die Mehrheit der Teilnehmenden als Revierpächter oder bestätigte Jagdaufseher (67,1%) aktiv sind. Das ist ein wichtiges Ergebnis, weil wir so etwas vermutet hatten, aber bislang keine entsprechenden Auswertungen in unserer Mitgliederdatenbank möglich waren, um so eine Information zuverlässig abzubilden.
Bei den Kommentaren gab es auch sehr unterschiedliches Feedback, es wurde u.a. ein Bedarf an praxisnahen Fortbildungen, mehr regionale Angebote, eine bessere Sichtbarkeit des Verbandes, mehr Austausch untereinander und die Idee einer Akademie mit Lehrrevier, um nur einige zu nennen, genannt.
Wir fragen nicht aus Neugier: Eure Meinung ist für uns entscheidend. Die Umfrage war ein Testballon über dessen positive Resonanz wir uns sehr gefreut haben. Eure Erfahrungen und Einschätzungen geben uns die Grundlage für fundierte Entscheidungen.
Ausblick 2026
Ab 2026 wollen wir das Umfrageinstrument behutsam weiter einsetzen, um noch mehr von Euch zu hören und zu erfahren. Die Erhebungen dienen dazu, unsere Arbeit noch stärker an Euren Bedürfnissen auszurichten und die Prioritäten für die kommenden Jahre klarer zu definieren. Erste Erkenntnisse aus der jüngsten Befragung — etwa im Bereich der Fortbildungen und der Öffentlichkeitsarbeit — sind bereits in die Planung für 2026 eingeflossen und werden wir auf der Mitgliederversammlung näher erläutert. Wir hoffen auch weiterhin auf eine so positive Resonanz, denn nur mit Euren Rückmeldungen können wir fundierte Entscheidungen treffen und zielgerichtet handeln.
Vom 10. bis 12. Oktober 2025 fand die Internationale Jagdmesse im malerischen Ambiente von Schloss Grünau statt – ein Ort, der wie geschaffen ist für den Austausch rund um Jagd, Natur und Waidwerk. Drei Tage lang bot die Messe eine Plattform für Fachgespräche, Innovationen und Begegnungen.
Der Bund Bayerischer Jagdaufseher (BBJa) war mit einem kompakten, aber wirkungsvollen Stand vertreten. Unser ASP-Exponat und das begleitende Quiz zogen zahlreiche Besucher an und regten zum Nachdenken über die Afrikanische Schweinepest und ihre Bekämpfung an. Das Interesse war groß – nicht nur am Thema, sondern auch an unserer Arbeit als Jagdaufseher.
Wir konnten neue Mitgliederausweise ausgeben, intensive Gespräche führen und viele Messebesucher für die Ausbildung zum Jagdaufseher begeistern. Besonders erfreulich war die Gewinnung neuer Mitglieder sowie das Wiedersehen mit langjährigen Wegbegleitern und das Knüpfen neuer Kontakte.
Auch die Gespräche mit dem Bayerischen Jagdverband (BJV), den Bayerischen Berufsjägern und potenziellen neuen Werbepartnern für unser BBJa-Journal verliefen durchweg konstruktiv und vielversprechend.
Trotz der begrenzten Standfläche von nur 9 m² war unser Messeauftritt ein voller Erfolg. Die anschließende Analyse hat uns wertvolle Impulse für zukünftige Veranstaltungen geliefert – einige Ideen werden bereits für die nächste Messe vorbereitet.
Das gesamte Team blickt mit Vorfreude auf die Jagdmesse in Augsburg im Januar 2026 – mit frischem Elan und neuen Konzepten.
Waidmannsheil!
Am vergangenen Wochenende fand bei Riedenburg ein spannender Vortrag zum Thema Goldschakal statt. Veranstaltet wurde die Veranstaltung von den Bezirksverbänden Mittelfranken und Oberbayern des Bund Bayerischer Jagdaufseher. Dr. Jennifer Hautlauf von der BOKU Wien präsentierte dabei faszinierende Einblicke in das Leben dieses faszinierenden Einwanderers in Deutschland.
Dr. Hautlauf fasste in ihrem Vortrag wesentliche Inhalte ihres gerade erschienenen Buches „Der Goldschakal, Lebenskünstler auf leisen Pfoten“ (Band 1, ISBN 978-3-903532-00-7) zusammen. Dabei vermittelte sie den 23 Teilnehmern aus verschiedenen Bezirksverbänden sowie interessierten Nicht-Mitgliedern ein umfassendes Bild über die Biologie, das Verhalten und die Ausbreitung des Goldschakals in Deutschland.
Die Veranstaltung bot eine wertvolle Gelegenheit, mehr über diesen anpassungsfähigen und oft unterschätzten Wildtier-Neubürger zu erfahren und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Weitere Informationen zum Goldschakal aber auch anderen Neozoen, Rückerkehren, Einwanderern und gefährdetem Wild finden Sie in Form eines Kurzportraits in jedem unserer Journale ab 1/2026.
Jagdrecht
Neues Bayerisches Jagdgesetz verabschiedet – Licht und Schatten
Der Bayerische Landtag hat heute das neue Bayerische Jagdgesetz beschlossen, das zum 1. April 2026 in Kraft tritt. Einige Änderungen sind sinnvoll und zeitgemäß, andere hingegen sorgen in der Jägerschaft für deutliche Kritik.
Wolf und Goldschakal künftig jagdbar
Mit der Aufnahme von Wolf und Goldschakal in das Jagdrecht schafft der Gesetzgeber eine rechtliche Grundlage, um künftig flexibler auf Konflikte reagieren zu können. Zudem wurde die Einführung eines Sachkundenachweises für die Fallenjagd ab 2027 beschlossen – ein Schritt, der die Professionalität und Sicherheit in diesem sensiblen Bereich stärkt.
Vorverlegte Jagdzeit auf Rehwild – fachlich fragwürdig
Deutlich umstrittener ist die Entscheidung, die Jagdzeit auf Bock und Schmalreh auf den 16. April vorzuverlegen. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber begründet dies mit Klimawandel, Flexibilisierung und mehr Freiraum für die Jäger:
„Unsere Jäger können am besten entscheiden, wann sie mit der Jagd im Frühjahr beginnen wollen.“
Aus wildbiologischer Sicht ist diese Argumentation jedoch kaum haltbar. Studien – etwa aus Rheinland-Pfalz – zeigen klar, dass die erhofften Mehrabschüsse nicht eintreten. Stattdessen führt die frühere Bejagung zu erhöhter Beunruhigung, die Rehe drängen tiefer in die Dickungen, was wiederum Verbissschäden verstärkt. Ein klassisches Beispiel dafür, wie gut gemeint und gut gemacht auseinanderfallen können.
Empfehlung an unsere Mitglieder
Als waidgerechte Jäger tragen wir Verantwortung für das Wild und seinen Lebensraum. Deshalb schließen wir uns der Empfehlung des Bayerischen Jagdverbands an:
Im April den Finger gerade lassen und dem Rehwild die notwendige Ruhe gönnen.
Eine ausführliche Betrachtung zur Biologie des Rehwilds und zur Frage einer verantwortungsvollen Bejagung findet ihr im kommenden Journal 2/2026, das in Kürze erscheint.
Alexander Graf von Gneisenau
1. Vorsitzender
Jeder hat es im Munde. Auf den Rehbock und das Schmalreh kann bereits ab dem 16.04.2026 gejagt werden, da die Gesetzesänderung bereits durch ist. Dies ist aber nicht der Fall.
Die Änderung des BayJagdG sind im parlamentarischen Verfahren. Durch den Beschluss des Landtages am 05.02.2026 wurde der Entwurf des Gesetzes an den zuständigen Ausschuss verwiesen. Dort finden demnächst Sitzungen und Erörterungen statt. Es kann davon ausgegangen werden, dass viele Teile des Entwurfs umgesetzt werden. Es bleibt abzuwarten welche. Solange das Gesetz nicht beschlossen und verkündet ist, gilt die bisherige Rechtslage weiter, so dass hier die Schonzeit am 30.04. 24h endet. Ob Schonzeitverkürzungen durch die Untere Jagdbehörde ausgesprochen werden oder worden sind, ist von Ihnen für das jeweilige Revier zu prüfen. Auch ist im Moment noch fraglich, ob das Gesetzgebungsverfahren bis zum 16.04.2026 abgeschlossen ist. Die Planungen sprechen grundsätzlich dafür.
Ich bitte daher die Mitglieder auch die Homepage zu besuchen. Dort werden wir kurzfristig weitere Informationen zu den Änderungen veröffentlichen. Weiter bittet der Vorstand in diesem Zusammenhang die Mitglieder die Kontaktdaten zu aktualisieren und eine Email-Adresse anzugeben, so dass Informationen übermittelt werden können.
Boris Segmüller
Justiziar
Jagdpraxis
Informationen aus den Jagdverbänden
Tipps & Tricks von Mitgliedern für Mitglieder








