Bund Bayerischer Jagdaufseher – mehr als ein Verein

Jagd, Natur- und Artenschutz sind fest integrierter Bestandteil der bayerischen Kultur. Als Jagdaufseher im Bund der Bayerischen Jagdaufseher e. V. (BBJa e. V.) sorgen wir für einen artenreichen, gesunden Wildbestand und für den Schutz unserer heimischen Wildtiere. Zudem setzen wir im Rahmen des Jagdschutzes die Jagdvorschriften durch.

Gerade heute, wo viele Gegenden immer dichter besiedelt sind und die Nutzung der Natur immer intensiver wird, rücken Mensch und Natur enger zusammen – das stellt das harmonische Miteinander vor Herausforderungen. Unsere Aufgabe ist es, unser Wild zu schützen, seine Lebensräume zu verbessern und gleichzeitig den Dialog zwischen Jägern, Grundstückseigentümern und anderen Naturnutzern zu führen und zu moderieren.

Unser Motto lautet daher : „Im Dienst für Jagd, Wild und Natur“.
Aktuelles in unserem Blog
Neuigkeiten zum Wildbestand, aus dem Vereinsleben und dem Jagdalltag lesen Sie im „Trittsiegel", unserem Jagdaufseherblog.
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Wir unterstützen unsere Mitglieder mit fachlichem Know-how zu …

… Natur- und Artenschutz, Wildhege und Maßnahmen zur Biotopverbesserung

… Jagd- und Waffenrecht sowie Unfallverhütungs- vorschriften, insbesondere im Bereich Jagdschutz

… Aufgaben im Jagdbetrieb, einschließlich tier- und artenschutzgerechter Jagdausübung

… Wildbretverwertung- und vermarktung

… Ausbildung und Einsatz von Jagdhunden

… der Förderung des jagdlichen Brauchtums

"Als Jagdaufseher sind wir bei jagdlichen Herausforderungen von heute und der Zukunft kompetente Ansprechpartner. Im Dienst für Jagd, Wild und Natur gehen wir mit gutem Beispiel voran und unterstützen die bayerische Jägerschaft mit unserem fachlichen Know-how und unserer Erfahrung."

Markus Grimm

Unsere Geschichte

Um Wild und Natur im Einklang mit dem Menschen besser schützen zu können, gründete Franz Obermüller in Reichertshofen im Jahr 1982 den Bund Bayerischer Jagdaufseher e. V. Am Gründungstag, den 10. Juli 1982, zählte der Verein insgesamt zehn Mitglieder. Seither ist der Bund Bayerischer Jagdaufseher kooptiertes Mitglied im Landesjagdverband Bayern und ist bis heute (Stand September 2025) auf rund 950 Mitglieder gewachsen.

News

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Gemeinsam Verantwortung übernehmen – Mitgliederversammlung des Bundes Bayerischer Jagdaufseher auf Schloss Hirschberg,Di, 21.07.2026

Bund Bayerischer Jagdaufseher setzt auf Zusammenarbeit und fachlichen Dialog

Vom 17. bis 19. Juli fand auf Schloss Hirschberg bei Beilngries das diesjährige Jahrestreffen des Bund Bayerischer Jagdaufseher e. V. (BBJa) statt. 117 Mitglieder aus ganz Bayern nutzten das Wochenende zum intensiven fachlichen Austausch, zur Diskussion aktueller jagdpolitischer Themen und zur Pflege der jagdlichen Gemeinschaft.

Den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung eröffnete am Sonntag der Vorsitzende des BBJa, Alexander Graf von Gneisenau. Zahlreiche Ehrengäste, darunter der Leiter der obersten Jagdbehörde, Jochen Dieler, unterstrichen mit ihrer Teilnahme die Bedeutung der Jagdaufseher für die praktische Umsetzung jagdlicher Aufgaben in Bayern.

In ihren persönlichen Grußworten betonten der stellvertretende Bayerische Ministerpräsident und Staatsminister Hubert Aiwanger, der Präsident des Landesjagdverbandes Bayern, Hubert Stärker, der Vorsitzende der Bayerischen Berufsjäger, Max Keler, sowie der Vorsitzende der Sektion Bayern des Deutschen Falkenordens, Michael Mickisch, die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der jagdlichen Verbände.

Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen wurde eines deutlich: Die Zukunft der Jagd kann nur gemeinsam gestaltet werden. Der neue Schulterschluss der Verbände ist richtungsweisend für die Jagd in Bayern und setzte ein wichtiges Signal, für Dialog und gemeinsame Verantwortung.


Im anschließenden internen Teil der Mitgliederversammlung standen organisatorische Themen und zukunftsweisende Aktivitäten des BBJa im Mittelpunkt. Hubert Stärker nutzte die Gelegenheit, um den Gestaltungswillen und die Energie der Teilnehmenden persönlich zu erleben. Seine Anwesenheit wurde von den Mitgliedern positiv wahrgenommen – nur so entstehen Verständnis und gegenseitiger Respekt, ohne dass man in Fachfragen einer Meinung sein muss.

Die Mitgliederversammlung wurde von den Bläsern des BBJa in würdigem Rahmen gesetzt. Alexander Graf von Gneisenau wurde von Hubert Stärker mit dem Eichenkranz in Bronze vom BJV für seine Verdienste geehrt. Für ihre Verdienste im Bund Bayerischer Jagdaufseher wurden in diesem Jahr Ursula Alma Fecher mit der Ehrennadel in Bronze, sowie Boris Segmüller, Norbert R. Heinz und Peter Legler mit der Ehrennadel in Silber geehrt.

Im Fokus der Aktivitäten für 2027 steht die Novelierung der Aus- und Weiterbildung mit Prüfung zum Jagdaufseher. Die anwesenden Mitglieder der Versammlung stimmten dem Antrag einer Erhöhung des Mitgliedsbeitrags ab dem 1.1.2027 zu.

Ebenso standen Wahlen auf der Tagesordnung. Rita Gebert wurde zur neuen Schriftführerin gewählt und Tobias Holten übernimmt künftig das Amt des zweiten Kassenprüfers. Beide nahmen die Wahl an und werden die Vorstandsarbeit des BBJa somit verstärken.


Der Vortag stand ganz im Zeichen der fachlichen Weiterbildung. Hochkarätige Vorträge von Prof. Markus Moling (Universität Brixen und BOKU Wien) zur Jagdethik sowie von Dr. André Maslo und Revierjagdmeister Christian Hembes zum Rebhuhn – Vogel des Jahres 2026 – boten den Teilnehmern interessante Einblicke in aktuelle Themenfelder der Jagd. Gäste des BJV, aus dem Präsidium und den Kreisverbänden, bereicherten den anschließenden Gedankenaustausch mit zusätzlichen Aspekten.

Die Beiträge zeigten einmal mehr, dass die moderne Jagd weit über die reine Wildbewirtschaftung hinausgeht und eine große Verantwortung für Lebensräume, Artenvielfalt und nachhaltiges Wildtiermanagement trägt. Der BBJa setzt sich auch weiterhin dafür ein, die Interessen der bayerischen Jagdaufseher zu vertreten, Praxiswissen weiterzugeben und gemeinsam mit den Partnern aus dem jagdlichen Bereich aktiv Verantwortung für die Zukunft der Jagd zu übernehmen.

Das Jahrestreffen auf Schloss Hirschberg hat eindrucksvoll gezeigt, welchen hohen Stellenwert fachlicher Austausch und persönliche Begegnungen haben.



Pressemitteilung_BBJa_-_21.07.26.pdf

Netzwerke auf allen Ebenen werden in Zukunft immer entscheidender – BJV-Regierungsbezirksversammlung Oberbayern in Ruhpolding am 12.07.2026,So, 12.07.2026
Zur BJV-Regierungsbezirksversammlung Oberbayern wurden die BJV-Kreisgruppen und Jägervereine in Oberbayern eingeladen.
In Vertretung von Alexander von Gneisenau durfte ich als BJV-Repräsentant an dieser Runde teilnehmen. 

Der gegenseitige Austausch auf allen Ebenen – oder neudeutsch Networking – wird in Zukunft immer wichtiger werden.
Zuhören ist der Anfang von gegenseitigem Verständnis. Letztendlich entscheidend ist der positive gemeinsame Auftritt für die Jagd in der Öffentlichkeit.

Wolfgang Morlang als Vorsitzender und die Obleute berichteten über ihre Aktivitäten für Oberbayern.
Anschließend hatten die Kreisgruppenvorsitzenden die Gelegenheit, ihre Höhepunkte und Sorgen zur Sprache zu bringen. 

Danach erfolgte eine Aussprache mit dem neuen BJV-Präsidenten Hubert Stärker.
Er stellte die Situation in der Geschäftsstelle dar und erläuterte seine Haltung und Planungen zu Einzelthemen.
Ein zentraler Punkt seiner Erläuterungen war die Vernetzung mit anderen Interessensgruppen und Verbänden.
Am Ende der Aussprache ging er, wenn möglich und notwendig, direkt auf Fragen und Themen aus der Runde ein.
Seine jagdliche Detailkompetenz war in vielen Bereichen beeindruckend.
Er bat die Jägerschaft in Bayern um Geduld, da die Umsetzung der angesprochenen Themen nicht von heute auf morgen erfolgen könne.

Behandelt wurden unter anderem die folgenden Punkte:
– Personal im Ehrenamt,

– Besetzung der Ausschüsse,
– Schießstände und Schießwesen,
– Ehrenordnung im BJV,
– Förderung des Jagdhornblasens als Kulturgut,
– die kommenden Messen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich den Vorsitzenden Alexander v. Gneisenau an dem Tag vertreten durfte.
Ich möchte meine positiven Eindrücke von Ruhpolding gerne an die Kameradinnen und Kameraden im BBJa weitergeben.

Text: Peter Legler