Trittsiegel
Aktuelles aus dem Verband
Mit großer Trauer geben wir bekannt, dass unser Gründungsvorstand und Ehrenvorsitzender Franz Obermüller am 15. Mai 2026 friedlich eingeschlafen ist.
Franz war nicht nur einer der prägenden Köpfe unseres Verbandes, sondern auch ein Mensch, der mit Herz, Weitblick und unermüdlichem Engagement den BBJa 1982 gegründet und bis 1997 aktiv mit gestaltet und aufgebaut hat. Als Ehrenvorsitzender hat er den Verband auch nach seiner aktiven Amtszeit unterstützt und begleitet. Sein Wirken wird uns weiterhin leiten, sein Einsatz bleibt unvergessen.
Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seinem Sohn Peter, seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
Nach seiner Wahl zum Justiziar des Bayerischen Jagdverbandes hat Boris Segmüller sein Amt beim BBJa niedergelegt. Der Vorstand hat sich heute Abend intensiv mit der Nachfolge beschäftigt und ist – auf Empfehlung von Boris und nach einem sehr guten Gespräch – einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, Alexander Scholl ab sofort zum neuen Justiziar des BBJa zu berufen.
Unser herzlicher Dank gilt Boris Segmüller für seine tatkräftige und verlässliche Unterstützung in den vergangenen Jahren. Umso mehr freut es uns, dass er uns weiterhin als Referent für die Aus- und Fortbildung erhalten bleibt.
Wir heißen Alexander Scholl herzlich willkommen und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Am Samstag, den 21. März 2026, trafen sich knapp 30 Mitglieder des Bezirks Oberbayern des Bund Bayerischer Jagdaufseher im stimmungsvollen Gasthof Weingast in Bad Feilnbach zu unserer jährlichen Mitgliederversammlung. Die von Peter Legler und seinem Team sorgfältig vorbereitete Veranstaltung bot in dem wunderschönen bayerischen Ambiente nicht nur großzügige Räumlichkeiten, sondern auch ein hervorragendes Essen – ein rundum gelungener Rahmen für einen intensiven und zugleich angenehmen Austausch.
Peter Legler zog eine Bilanz der vergangenen zwölf Monate, berichtete von neuen Initiativen auf Bezirks- und Verbandsebene und gab einen motivierenden Ausblick auf die kommenden Aufgaben. Besonders erfreulich war der rege Austausch unter den Anwesenden, der zeigte, wie engagiert und interessiert unsere Mitglieder die Arbeit des Bezirks begleiten.
Ein besonderer Höhepunkt des Tages war die Wahl des Bezirksvorsitzenden und seiner beiden Stellvertreter, die von unserem Gast Hans‑Jürgen Rosar (2. Vorsitzender des BBJa) aus Hof geleitet wurde. Peter Legler, Fred Rauscher und Wolfgang Csacsko stellten sich erneut zur Wahl und wurden mit nur einer Enthaltung für die nächsten vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt – ein Vertrauensbeweis, der dem Team Rückenwind für die kommenden Aufgaben gibt.
Bereits vor der Versammlung fand in Zusammenarbeit mit der Johanniter‑Unfall‑Hilfe die erste Fortbildung „Erste Hilfe für Jäger“ statt. Sieben Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihre Kenntnisse aufzufrischen; die Veranstaltung war ein voller Erfolg, und Peter plant eine weitere Schulung in der zweiten Jahreshälfte. Solche praxisnahen Angebote sind ein wichtiger Baustein unserer Arbeit und tragen maßgeblich zur Sicherheit und Professionalität in unserem Kreis bei, und ermöglicht es uns auch unsere Vorbildfunktion zu leben. Parallel zur Fortbildung tagte der geschäftsführende Vorstand des BBJa in einem Nebenraum; aufgrund kurzfristiger Termine und Krankheit fand ein Teil der Teilnahme hybrid per Videokonferenz statt, sodass trotz der Widrigkeiten ein konstruktiver Austausch möglich war.
Abschließend möchten wir noch einmal auf ein organisatorisch wichtiges Thema hinweisen: die Aktualität unserer Mitgliederdaten. Bei der Vorbereitung und Durchführung der Versammlung haben wir wiederholt festgestellt, wie sehr unvollständige oder veraltete Angaben die Organisation erschweren. Bitte überprüft daher in der App eure Handy‑Nummer, E‑Mail‑Adresse, BJV‑Mitgliedsnummer und das aktuelle SEPA‑Lastschriftmandat und ergänzt fehlende Informationen. Nur so können Einladungen, Informationen und organisatorische Abläufe künftig reibungslos funktionieren. Solltet Ihr nicht sicher sein wie Ihr das macht, könnt ihr auch gerne eine Email mit den Daten an „mitgliederverwaltung@bbja.de“ schicken, dann können wir die Daten entsprechend korrigieren bzw. in die Mitgliederdatenbank einpflegen.
Alles in allem war es ein besonderer und erfolgreicher Tag für den Bezirk Oberbayern – geprägt von guter Stimmung, konstruktiven Gesprächen und dem gemeinsamen Willen, die Arbeit vor Ort weiter voranzubringen. Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen beigetragen haben.
Alexander Graf v. Gneisenau
1. Vorsitzender
Viele von uns kennen Dr. Hans Bösebeck — er war lange als Referent für Aus- und Fortbildung ein fester Bestandteil der Erweiterten Vereinsleitung im BBJa. Umso schwerer fällt uns, dass Hans, wie er bereits vor einigen Monaten intern angekündigt hat, aus Altersgründen sein Amt niedergelegt und den Staffelstab des Aus‑ und Fortbildungsleiters auf der Mitgliederversammlung in Scheyern an Boris Segmüller übergeben hat.
Wir freuen uns sehr, dass Hans uns weiterhin mit seinen Ratschlägen und als Mitglied erhalten bleibt. Boris wird künftig die Belange für Aus‑ und Fortbildung zentral im Verband koordinieren und weiterentwickeln — dafür wünschen wir ihm viel Erfolg und eine glückliche Hand.
Wir gratulieren Hans herzlich zu seiner Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen mit Rubin für sein Lebenswerk im BBJa und danken ihm von Herzen. Für Boris bitten wir um Gottes Segen auf seinem neuen Weg.
Jagdrecht
Neues Bayerisches Jagdgesetz verabschiedet – Licht und Schatten
Der Bayerische Landtag hat heute das neue Bayerische Jagdgesetz beschlossen, das zum 1. April 2026 in Kraft tritt. Einige Änderungen sind sinnvoll und zeitgemäß, andere hingegen sorgen in der Jägerschaft für deutliche Kritik.
Wolf und Goldschakal künftig jagdbar
Mit der Aufnahme von Wolf und Goldschakal in das Jagdrecht schafft der Gesetzgeber eine rechtliche Grundlage, um künftig flexibler auf Konflikte reagieren zu können. Zudem wurde die Einführung eines Sachkundenachweises für die Fallenjagd ab 2027 beschlossen – ein Schritt, der die Professionalität und Sicherheit in diesem sensiblen Bereich stärkt.
Vorverlegte Jagdzeit auf Rehwild – fachlich fragwürdig
Deutlich umstrittener ist die Entscheidung, die Jagdzeit auf Bock und Schmalreh auf den 16. April vorzuverlegen. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber begründet dies mit Klimawandel, Flexibilisierung und mehr Freiraum für die Jäger:
„Unsere Jäger können am besten entscheiden, wann sie mit der Jagd im Frühjahr beginnen wollen.“
Aus wildbiologischer Sicht ist diese Argumentation jedoch kaum haltbar. Studien – etwa aus Rheinland-Pfalz – zeigen klar, dass die erhofften Mehrabschüsse nicht eintreten. Stattdessen führt die frühere Bejagung zu erhöhter Beunruhigung, die Rehe drängen tiefer in die Dickungen, was wiederum Verbissschäden verstärkt. Ein klassisches Beispiel dafür, wie gut gemeint und gut gemacht auseinanderfallen können.
Empfehlung an unsere Mitglieder
Als waidgerechte Jäger tragen wir Verantwortung für das Wild und seinen Lebensraum. Deshalb schließen wir uns der Empfehlung des Bayerischen Jagdverbands an:
Im April den Finger gerade lassen und dem Rehwild die notwendige Ruhe gönnen.
Eine ausführliche Betrachtung zur Biologie des Rehwilds und zur Frage einer verantwortungsvollen Bejagung findet ihr im kommenden Journal 2/2026, das in Kürze erscheint.
Alexander Graf von Gneisenau
1. Vorsitzender
Jagdpraxis
Informationen aus den Jagdverbänden
Tipps & Tricks von Mitgliedern für Mitglieder





