w Bund Bayerischer Jagdaufseher

Mitgliedervollversammlung mit Neuwahlen des BBJa
am 04.Juni 2016




Der Vorsitzende des Bundes Bayerischer Jagdaufseher Hubert Witt konnte am Samstag den 4. Juni zur Mitgliedervollversammlung 78 stimmberechtigte Jagdaufseher aus ganz Bayern begrüßen.
Nach seiner Eröffnungsrede begrüßte der Bürgermeister von Thierhaupten Toni Brugger die angereisten Jagdaufseher und freute sich über deren zahlreiches Erscheinen in seiner Gemeinde. Toni Brugger, der selbst Jäger ist, berichtete über die 1000jährige jagdliche Geschichte der Region um das Kloster Thierhaupten.
Das einstige Kloster wurde inzwischen für 12 Mio. Euro renoviert und ist dient als überregional bekannte Bildungs- und Begegnungsstätte.
Im Anschluss kam der stellvertretende Landrat Heinz Liebert zu Wort. Er versicherte den Jagdaufsehern, dass gerade in den ländlichen Gebieten die Akzeptanz für die Jagd sehr groß wäre. Liebert wünschte den Jagdaufsehern viel Erfolg bei der anstehenden Aufgabe, mit aktiv ausgeübtem Naturschutz die Probleme der Zeit zu bewältigen.
Unter dem Titel „Viel Lärm um nichts oder echter Nutzen“ stellte Matthias Klotz, Geschäftsführer von Sauer und Sohn, eine neue Generation von Schalldämpfern vor. Matthias Klotz erläuterte eindrücklich, dass der Schuss mit der Jagdwaffe immer Stress bedeute, nicht nur für das Wild, sondern auch für den Schützen. Bedingt durch Knall, Rückstoß und Mündungsfeuer und dem damit einhergehenden Mucken und Zucken kann mit der Zeit Schussangst entstehen. Ein Gehörschutz kann nur eine Teillösung sein. Eine gesunde und praktische Alternative ist der Schalldämpfer.
Nachdem Matthias Klotz das Wirkprinzip des Schalldämpfers erklärt hatte, wurden verschiedene Modelle vorgestellt, u.a. auch das Modell „Titanium Pro“ von Sauer. Dessen Vorteil ist neben leichtem und haltbarem Material seine Zerlegbarkeit und damit einhergehend auch eine einfache Reinigung.
Danach hielt Hubert Witt ein Referat über den „Einfluss des Wolfes auf unser Wild“. Am Beispiel seines ca. 1000 ha großen Reviers in Brandenburg konnte er mit Zahlen aus den Jahren 2010 bis jetzt den allmählichen Schwund des Rotwildes belegen. Mittlerweile wäre die Population der Wolfsrudel allein im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg auf eine stattliche Anzahl von 6 -7 angewachsen.
Dies zieht eine radikale Veränderung des Verhaltens des Wildes nach sich. Rehe wären nur noch in großen Sprüngen im Feld zu beobachten. Feldgehölze oder den Wald würden sie nicht mehr annehmen. Das Rotwild weicht dem Wolf aus, neben den stark rückläufigen Zahlen wäre zu beobachten, dass die Brunft nur noch leise stattfindet, bzw. vielerorts ganz ausfiele.
Der Einbruch beim Damwild sei immens. So wären im vergangenen Jahr nur noch 60 Stück geschossen worden. In den vergangenen Jahren waren es über 260 Stück. Das Muffelwild sei in Brandenburg gänzliche verschwunden. Und beim Schwarzwild seien mittlerweile Rotten von 40 bis über 100 Stück keine Seltenheit. Abschließend stellte Hubert Witt fest: „Die Jagd mit dem Wolf wird nicht leichter!“
Stellvertretend für den entschuldigten BJV-Präsidenten Prof. Jürgen Vocke nahm Thomas Schreder, zuständiges BJV-Präsidiumsmitglied, die Gelegenheit wahr, die Jagdaufseher über die Aktivitäten des Präsidiums zu informieren. Er kritisierte, dass bei den Hegeschauen die Altersklassen des Gamswildes zunehmend ausgedünnt würden. Da die meisten Hochwildjagden in den Händen des Staatsforsts seien, sehe er die Entwicklung mit Besorgnis. Er betonte, dass der Respekt vor dem Wildtier das oberste Gebot bei der Jagd bleiben müsse. Nur eine solche Jagdausübung stieße bei der nichtjagenden Bevölkerung auf Akzeptanz. Er unterstrich, dass das Biolebensmittel Wild in der Wahrnehmung der Bevölkerung an Bedeutung gewinne. Dies solle aktiv genutzt werden.
Hubert Witt nahm in seinem Bericht die Gelegenheit wahr, den Mitgliedern der erweiterten Vorstandschaft für die Treue und Unterstützung in den letzten Jahren zu danken. Er bedankte sich zuerst bei Franz Obermüller für seine Dienste um die Durchführung der Kurse zum Jagdaufseher und dem gesamten Vorstandsteam: Christoph Wenger, Walter Heußler, Günther Tobies, Conny von Welser, Reinhard Schuster und Anita Greger; bei den Bezirksvorsitzenden Erich H ussi, Armin Joscht, Bernhard Meuser, Klaus Peters, Gerhard Weiß und Richard Wichmann, bei Fred Rauscher und Katharina Weinberger.
Bei den anschließenden Ehrungen wurden für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt: Gottfried Konrad und Xaver Niesel (n.a.) Für seine unermüdliche Teilnahme an den Mitgliedervollversammlungen trotz seines Geburtstages Alois Prinzl. Manfred Werne erhielt die Ehrenmitgliedschaft und die Treuenadel in Gold mit Rubin.
Nach dem Bericht des Schatzmeisters fanden die Neuwahlen statt:
Hubert Witt wurde zum neuen „alten“ Vorsitzenden gewählt. Walter Heußler und Markus Grimm wurden zu seinen Stellvertretern gewählt. Christoph Wenger stand für eine Neuwahl aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
Ebenfalls in ihrem Amt bestätigt wurden der Schatzmeister Günther Tobies und sein Stellvertreter Reinhard Schuster sowie die Schriftführerin Conny von Welser und ihre Stellvertreterin Anita Greger.
Anschließend wurde einem Antrag entsprochen, dass Kassenprüfer nicht dem Geschäftsführenden Vorstand angehören dürfen. Es kam daher zu der Benennung der neuen Kassenprüfer Sophia Wörle und Otto Schlagl. Die ehemaligen Kassenprüfer Jürgen Ehni und Klaus Peters haben die Kasse zuvor ohne Beanstandung geprüft.

Es waren noch zwei weitere Anträge zu behandeln. Den ersten stellte Dirk Waltmann vor. Er informierte die Anwesenden über den Antrag zur Vorbereitung eines werbewirksamen Films / Filmclips: „Der Jagdaufseher im Jahreslauf“. Die Mehrheit der Anwesenden entschied sich dafür, dass die Vorstandschaft weitere Angebote und Vorbereitungen für diesen einholen könne, um bei der nächsten Mitgliedervollversammlung ein fertiges Konzept mit Preiskalkulation vorstellen zu können.
Ein weiterer Antrag wurde von Herrn Witt vorgetragen und beinhaltete die Absicht, für jeden Bezirk 1 - 2 Optokopter für die Kitzsuche und Drückjagdvorbereitungen im Feld anzuschaffen. Auch hier erhielt die Vorstandschaft die Genehmigung der Anwesenden in diesem Projekt weitere Erkundungen einzuholen.
Der Vorsitzende Hubert Witt verabschiedete sich von den anwesenden Jagdaufsehern, und die Bläser des Bundes Bayerischer Jagdaufseher beendeten unter Führung von Klaus Peters die Veranstaltung.

Katharina Weinberger



und hier einige Eindrücke:








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