w Bund Bayerischer Jagdaufseher

Mitgliedervollversammlung in Neuhof an der Zenn
am 7.Juni 2014


Bei strahlendem Sonnenschein konnte der 1. Vorsitzende des Bundes Bayerischer Jagdaufseher Hubert Witt 52 Jagdaufseher aus ganz Bayern zur diesjährigen Mitgliedervollversammlung im Gasthof „Riesengebirge“ in Neuhof an der Zenn/Mittelfranken begrüßen.

Der Vormittag war der Fortbildung der Jagdaufseher gewidmet.
Den ersten Vortrag hielt Ernst Hahn. Landwirt und Revierinhaber seit 42 Jahren. Er bejagt Schwarzwild seit 1961.
Sein Thema: „Ist Schwarzwild bei konsequent richtiger Bejagung in den Griff zu bekommen?“ Ja - lautete die Antwort die er den interessierten Jagdaufsehern mit auf den Weg geben konnte. Anschaulich erklärte er warum gerade der Frischlings Abschuss so überaus wichtig sei. „Lasst der Leitbache ihre ein, zwei Frischlinge und die Rotte bleibt unter Kontrolle“, so seine engagierte Empfehlung. Der Grund hierfür sei das die Leitbachen Rotte oftmals aus den diesjährigen Frischlingen und den Überläufern aus dem letzten Jahr zusammengesetzt sei. Die Leitbache lässt es jedoch niemals zu das ein anderes weibliches Stück aus ihrer Rotte beschlagen würde. Denn erst beim Abschuss der Leitbache entsteht das gefürchtete Rauschchaos bei dem die nachfolgenden Jungbachen bald selbst führend um die Position der Leitbache kämpfen. Eine Populationsexplosion wäre die Folge. Ernst Hahn konnte anhand von Fotos dokumentieren das die weiblichen Überläuferbachen einer intakten Rotte, nie beschlagen seien. Seine Empfehlung lautete daher: Eine vorrangige Bejagung der Altersklasse bis 35 kg. „Wenn nicht Minimum 80 % der Frischlinge erlegt werden, ist die Population nicht in den Griff zu bekommen!“
Referent Ernst Hahn Referent Ernst Hahn



Im Anschluss referierte Dr. Hans Bösebeck, Aus- und Fortbildungsbeauftragter des BBJa zum Thema: Im Schatten des Schwarzwildes – Hege und Schutz des Niederwildes. Dabei erklärte er dass die Bestandsgröße des Niederwildes von einigen Faktoren abhängig sei. Dies sei das Futterangebot, die Landwirtschaftliche Nutzung, Prädatoren, Wildkrankheiten, Freizeitdruck und Überjagung. Im Detail ging Dr. Hans Bösebeck auf die Wildkrankheiten ein, auf die wir Jäger oftmals keinen Einfluss haben.
Besonders wichtig sei aber die Schaffung von Biotopen die dem Wild einen adäquaten Rückzugsort vor den natürlichen Beutegreifern, den Freizeitsuchenden und der Landwirtschaftlichen Nutzung geben. Anhand von Beispielen, war eindeutig nachzuweisen, dass die Schaffung von Blühflächen, ausreichenden Uferrandstreifen an Gewässern und Waldbeständen sowie die Anpflanzung von Hecken, um nur ein paar zu nennen eine deutliche Zunahme des Niederwildes versprach. Besonders die Hasen, Fasan- und Rebhuhnbeständen würden sich bei sinnvoller Biotoppflege wieder erholen.
Dr. Hans Boesebeck Dr. Hans Bösebeck

Am Nachmittag begann der offizielle Teil der Veranstaltung. Zunächst sprachen die Ehrengäste. Der Bürgermeister von Neuhof an der Zenn, Herr Bruno Türauf und der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Neustadt an der Aisch Walter Billmann. Die Grußworte des BJV Präsidenten Prof. Dr. Jürgen Vocke, der aus terminlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte, verlas der Stellvertretene Vorsitzende des BBJa Walter Heußler.
Prof. Dr. Jürgen Vocke lies den anwesenden Jagdaufsehern mitteilen das mit der jagdfeindlichen Jagdpolitik in verschiedenen Bundesländern, europaweit steigender Wildschweinbestände und nicht zuletzt der international vernetzten Jagdgegner, die Jagd mit gravierenden Herausforderungen zu kämpfen habe. Doch die Jagd sei bei dem überwiegenden Teil der Bevölkerung ein fester Bestandteil. Nur mit Sympathiewerbung und der Sicherung der Fachkompetenz kann es gelingen als geprüfte Fachleute in Sachen Natur, Wild und Jagd wahrgenommen zu werden. Der Bund Bayerischer Jagdaufseher steht wie kein zweiter Ehrenamtsverein des Bayerischen Jagdverbandes für diese Kompetenz. Die Jagdaufseher pflegen in herausgehobener Weise die jagdliche Aus- und Weiterbildung. Das hat zur Folge, dass der BBJa mit seinem „Know How“ bei der Gründung der Bayerischen Akademie für Jagd und Natur eine wichtige Rolle einnimmt. Für die diesbezügliche Unterstützung dankte er dem gesamten BBJa und stellvertretend für alle seinem 1. Vorsitzenden Hubert Witt. Er bedankte sich auch für die couragierte Mitarbeit in der Bürgerallianz Bayern. Die Bürgerallianz ist ein Zusammenschluss von 17 bayerischen Traditionsvereinen die über 1,7 Millionen Mitglieder repräsentieren. Der BBJa ist auch hier ein absoluter „Aktivposten“ unserer Jagd in Bayern.

Die Grußworte des Regierungsbezirksvorsitzenden Oberbayerns und für den BBJa zuständiges Mitglied im Präsidium des Bayerischen Jagdverbandes Thomas Schredder, verlas Hubert Witt.
Die Jagdaufseher in Bayern bilden eine wichtige Gruppe, die vielerorts durch ihre Qualifikation und jagdliche Fachkenntnis als kompetente Ansprechpartner gebraucht werden. Ich möchte Sie alle aufrufen, dieses hohe Engagement weiter zu betreiben und als Botschafter der waidgerechten Jagd aktiv zu bleiben.

Im Anschluss folgte der Bericht des 1. Vorsitzenden Hubert Witt. Er bedankte sich zunächst bei Heiner Dumproff für dessen Organisation rund um die Mitgliedervollversammlung in Neuhof an der Zenn. Anschließend bedankte er sich bei dem Ehrenvorsitzenden Franz Obermüller für dessen unermüdliches Engagement der jährlich stattfindenden Jagdaufseherkurse in Schwaben, aus denen eine Vielzahl der Neumitglieder rekrutiert werden konnten. Bei der Mitgliederentwicklung sei es seit den ersten eigeninitiierten Jagdaufseher Lehrgängen und dem eigenen Mitglieder Journal „DER JAGDAUFSEHER IN BAYERN“ zu einer enormen Mitgliedersteigerung gekommen, die schon bald die 800er Marke sprengen könnte. Er ging auch noch einmal auf den Beitritt zu Bürgerallianz Bayern ein und versprach das Aus- und Weiterbildungen ein zentrales Thema des BBJa bleibt.
Witt - Dumbroff
Vorsitzender Hubert Witt bedankt sich beim Ausrichter der Veranstaltung Heiner Dumproff, Bezirksvorsitzender Mittelfranken


Im Anschluss erklärte Hubert Witt dass Katharina Weinberger die Redaktion aus persönlichen Gründen abgeben würde, als Referentin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dem Verband jedoch erhalten bleibe. Ihre Nachfolge sei durch Fred Rauscher, BBJa Mitglied und ausgebildetem Kommunikationsdesigner gesichert. Dank sagte er auch an Gerhard Schipper der als Lektor stets mit seinem Know How, ehrenamtlich für das Mitgliedermagazin zur Verfügung stand.

Hubert Witt wandte sich noch mal an alle Mitglieder das SEPA Formular ausgefüllt an den Schatzmeister weiterzuleiten. Das Formular ist auch auf der Website des BBJa herunterzuladen oder bei Anita Greger, erhältlich.

Zum Abschluss betonte er die weiteren Ziele des Bundes Bayerischer Jagdaufseher.
Anerkennung der Tätigkeit des Jagdaufsehers, Zusammenarbeit mit den Kreisgruppen und dem Präsidium des BJV, weitere intensivierte Aus- und Fortbildungslehrgänge durch den BBJa.

Nach dem anschließenden Bericht des Schatzmeisters Günter Tobies und dessen Entlastung durch die Kassenprüfer und die anwesenden Mitglieder wurde der stellvertretenden Schatzmeister Reinhard Schuster per Akklamation gewählt.

Zum Abschluss fanden die Ehrungen statt. Das Ehrenabzeichen in Bronze für ihre Verdienste um den BBJa erhielten Bruno Böhme, Reinhold Ederer, Franz Hausladen, Andreas Dorfmeister und Sebastian Fuß (i. A.)
Das Ehrenabzeichen in Silber erhielten Gerhard Schipper (i. A.) und Georg Sentgerath (i. A.).
Danach wurde festgesetzt, dass die nächste Mitgliedervollversammlung am 6.6.2015 im Bezirk Oberfranken durch dessen Vorsitzenden Gerhard Weiß ausgerichtet wird.

Die Geehrten Die Geehrten des Bronzenen Ehrenabzeichen von links nach rechts. Bruno Böhme, 1. Vorsitzender des BBJa Hubert Witt, Franz Hausladen, Reinhold Ederer, stellvertr. Vorsitzender Walter Heußler, Andreas Dorfmeister


Die Jagdhornbläser des BBJa unter der Führung von Klaus Peters beendeten stimmungsvoll die diesjährige Mitgliedervollversammlung.

Bläser des BBJa Bläser des BBJa

Katharina Weinberger






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