w Bund Bayerischer Jagdaufseher

Mitgliedervollversammlung in Rieden/Kreuth
am 8.Juni 2013


Der BBJA zeigt Flagge Zur diesjährigen Mitglieder-vollversammlung waren 75 Jagdaufseher aus ganz Bayern angereist, die der 1. Vorsitzende des BBJa Hubert Witt aufs herzlichste im „Waldhotel“ bei Rieden/Keuth willkommen hieß.
Der Vormittag war geprägt von den Fortbildungsbeiträgen. Als erster referierte Jörg von Krieglstein, Sicherheitsberater der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, zum Thema „Beitragsbemessung und Unfallprävention“ im jagdlichen Bereich. Bei der Beitragsbemessung sei die SLFG bemüht diese so individuell wie möglich zu gestalten. Bei der Bemessung würden die Größe des Reviers, das Risiko sowie das Unfallgeschehen zugrunde gelegt. Wie die Bemessung im Einzelnen und hier im Besonderen die Faktoren Risiko und Unfallgeschehen aussehen würden, blieb uns der Referent schuldig. Zur Unfallverhütung ging er noch einmal konkreter ein. Sie sei ein wichtiges Thema so Jörg von Krieglstein, da der Schwerpunkt der Versicherungsfälle bei Unfällen am Ansitz sei.

Im Anschluss referierte Forstdirektor Ulrich Maushake, Leiter der Bundesforstbetriebs Grafenwöhr zum Thema: Der gelenkte Hirsch – Erfahrungen aus dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Der Vortrag hielt auch für eingefleischte Rotwildexperten so manche Überraschung bereit. Besonders interessant waren dabei die Auswertungen eines Rotwildtelemetrieprojekts, das zwischen 2008-2012 stattfand und an dem 29 besenderte Tiere teilnahmen. Bei mehr als 100.000 Ortungen und 2,6 Mio echten Aktivitätsdaten kam zutage, dass die Raumnutzung des Kahlwildes mit deutlich unter 100 Hektar sehr viel kleiner als vermutet ist. Das Telemetrieprojekt belegte auch die Erfahrung das Rotwild lenkbar ist , da sie in erste Linie Standorte wählen an denen kein Jagdbetrieb herrscht. Der Militärbetrieb hingegen störte sie dagegen gar nicht. So findet seit Jahren eine Umverlagerung des Rotwildes auf dem Truppenübungsgelände statt die sich in zwei Bereiche einteilen läßt: In die „Konzentrationszone“. Dies sind offene Flächen, militärisch genutzt, ein Verbiss zur Offenhaltung der Flächen ist hier erwünscht. Hier wird auf große Jagdaktivitäten verzichtet, mit geringfügigen Ausnahmen. In der Reduktionszone findet das Gegenteil statt, der Jagddruck führt hier zu einem allmählichen Abwandern in die Konzentrationszone. Forstdirektor Maushake ging auch über die Bejagung im Einzelnen noch einmal ein und wiederholte dass eine Regulierung der Bestände nur unter Berücksichtigung des Mutterschutzes und der damit verbundenen Qualität der Jäger geschehen würde.


Die Jagdhornbläser des BBJA

Die Einleitung des Nachmittags begann durch die Begrüßung der Jagdhornbläser des BBJa unter Leitung des Bezirksvorsitzenden von Oberbayern Klaus Peters. Der 1. Vorsitzende Hubert Witt begrüßte die Ehrengäste sowie die angereisten Mitglieder zu dem Offiziellen Teil der Mitgliedervollversammlung.
BBJA Vorsitzender Hubert Witt mit BJV Vizepräsident Dr. Jürgen Baumer Die Ehrengäste hatten zuerst das Wort. Herr Dr. Günther Baumer, Vizepräsident des BJVs erklärte das der steigenden Wildschweinstrecken Rechnung vom BJV aus Rechnung getragen werde und flächendeckend Trichinenuntersuchungsstellen eingerichtet würden. Auch plane man vermehrt Übungsgatter für Sauhunde. Fütterungen, so Dr. Baumer müssten weiterhin erlaubt sein und auch eine geplante Schonzeitverkürzung käme mit dem BJV nicht in Frage. Dies interessiere besonders die Naturschutzempfängliche Öffentlichkeit. Hier könne man mit der nötigen Aufklärung für die Belange und naturschutzrechtlichen Verpflichtung der Jägerschaft werben. Eins solle immer im Vordergrund jeder Kommunikation mit der Bevölkerung stehen. Jagd ist kein Sport oder Hobby oder gar Abschießen, sondern Jagd ist eine Verpflichtung gegenüber der Natur und dem Wild.
Herr Rainer Kastl, Präsidiumsmitglied des BJV, und der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Amberg, Franz Erras, schlossen sich dem leidenschaftlich geführten Vortrag von Dr. Günther Baumer an.

Danach gedachte man der verstorbenen Mitglieder.

Anschließend folgte der Bericht des 1. Vorsitzenden Hubert Witt, der bei seinem Vortrag besonders auf die Durchführung der BBJa eigenen Jagdaufseher Lehrgänge hinwies.
Er bedankte sich bei den kostenlos zur Verfügung stehenden Referenten und unterstrich einmal mehr, dass aus den Reihen dieser Kurse ein Großteil der Neumitglieder akquiriert würde.
Im Anschluss verlieh er dem Ehrenvorsitzenden Franz Obermüller ein Präsent in Form eines Jagdmessers als Dank für dessen unermüdliches Engagement um die jährlich stattfindenden BBJa Jagdaufseher Lehrgänge.
Günter Tobies folgt mit seinem Bericht des Schatzmeisters wobei er noch einmal unterstrich doch bitte die Bankverbindungsänderungen rechtzeitig an Anita Greger weiterzuleiten. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Schatzmeister und der Vorstand einstimmig entlastet.

Im Anschluß fanden die Ehrungen statt, wobei BJV Vizepräsident Dr. Günther Baumer und Präsidiumsmitglied Rainer Kastl die Ehrungen zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Walter Heußler höchstpersönlich übernahmen.
Dabei wurden geehrt:
Bernhard Pommer, Klaus Peters, Marianne Bromme, Klaus Müller, Werner Lechert, Cornelie von Welser, Armin Joscht, Michael Schmid, Thilo Amend, Hartwig Klüpfel, Christoph Wenger, Holger Jansen, Gerhard Weiß, Heinrich Dumproff, Günter Adolph, Bruno Böhme, Manfred Rettner, Erich Hussi, Günter Tobies, Jürgen Ehni, Otto Schlagl und Anita Greger.

Die durch den BJV geehrten mit Hubert Witt, Rainer Kastl und Dr. Jürgen Baumer


Nach den Ehrungen kam man zu einem ganz besonderen Highlight. BBJa Mitglied Mathias Klotz und Geschäftsführer der Firma SAUER & Sohn stellte die erste Jagdaufseher Waffe vor, die in Zusammenarbeit mit dem BBJa entwickelt wurde.
Mathias Klotz GF der Firma SAUER & Sohn Die SAUER 202 wird es in den Modellen“ JAGDAUFSEHER Tradition“ im gebräuchlichen Holzschaft Schweinsrücken/Bayerische Backe und „JAGDAUFSEHER Allround“ mit Kunststoffschaft geben.
Der passionierte Jäger Klotz ging sehr detailliert auf die Vorzüge der Waffen ein und erklärte den anwesenden Jagdaufsehern die jagdlichen Vorteile im Alltagsgebrauch mit den Waffen. Die vielen kleinen Details, angefangen von einem gepolsterten Gewehrriemen, der eine optimale Auflage für die Ansitzjagd darstellt, und für Nachsuchen zum besseren Tragekomfort umgesteckt werden kann, einem problemlosen Abnehmen des Hinterschafts für ein Verstauen im Rucksack, bis hin zu den fünf Schuss Magazinen mit spezieller Sicherung. Es versteckten sich viele kleine Raffinessen die eine Handhabung im Jagdeinsatz erleichtern.
Eine dieser Waffen wurde im Anschluss an die Vorstellung unter den anwesenden Jagdaufsehern verlost. Mathias Klotz spielte die Glücksfee und Lilo Gruber freute sich über ihr Losglück.
Danach wurden noch zwei Bierfässer verlost, wobei Herr Hirschmann und Anita Greger die Gewinner waren. Anita Greger verzichtete jedoch auf ihren Losgewinn und so kam Herr Bayer noch in den Genuss, das Bierfass sein eigen nennen zu können. Herr Dorfmeister konnte danach auch noch bei der letzten Verlosung eine Reisetasche gewinnen. Im Anschluss an die Verlosung verkündete Hubert Witt noch einen Vorstandsbeschluß aufgrund eines Antrages, bei dem pro Bezirk zwei Personen an dem Lehrgang „Aufsicht Schießstätten“ in Wunsiedel teilnehmen sollen. Diese würden nach Prüfung der Fähigkeiten durch den Verein bestimmt.
Anschließend wurde die Versammlung mit einem letzten Auftritt der Jagdhornbläser verabschiedet. Katharina Weinberger



Katharina Weinberger






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